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Katja Platters Homepage - Chemielexikon Seite 2

Katja Platters Homepage - Chemielexikon

zuletzt ge�ndert am 18. Januar 1998

verwendete Literatur:
Ans, Lax: "Taschenbuch f�r Chemiker und Physiker/1. Makroskopische physikalisch-chemische Eigenschaften" (ANS)
Breitinger: "Grundpraktikum der Allgemeinen und Anorganischen Chemie" (BRE)
Holleman/Wiberg: "Lehrbuch der Anorganischen Chemie" (HOL)
Jander/Blasius: "Lehrbuch der analytischen und pr�parativen anorganischen Chemie" (JAN)
Mortimer: "Chemie - Das Basiswissen der Chemie" (MOR)
Schr�ter u. a.: "Taschenbuch der Chemie" (SCH)
Willmes: "Taschenbuch chemische Substanzen" (WIL)


Acetylsalicyls�ure (ASS, Aspirin)
Gesundheit 1. Juli 1996, S. 12 f:
Ein Pharmaoldie erlebt seinen dritten Fr�hling
Seit knapp 100 Jahren hilft der Wirkstoff Acetylsalicyls�ure bei Schmerzen jeder Art. Nun haben internationale Studien ergeben: Der Tausendsassa soll auch Darmkrebs verhindern k�nnen
Schon der alte Grieche Hippokrates kannte seine heilsame Wirkung, und auch die Kr�uterhexen des Mittelalters schw�rten darauf: Ein Sud aus Weidenrinde vertrieb Schmerzen und Fieber wie von Zauberhand. In den Hexenk�chen der Neuzeit entrissen die Chemiker der Weidenrinde ihr R�tsel und brauten 1897 eine noch verbesserte Version. Damit begann die Weltkarriere der Acetylsalicyls�ure.
Lange Zeit r�tselten die Wissenschaftler, wo das millionenfach geschluckte Mittelchen �berhaupt in den Organismus eingreift. Erst nach einem dreiviertel Jahrhundert, in den siebziger Jahren, entdeckt der Brite John Vane, da� Acetylsalicyls�ure die Bildung sogenannter Prostaglandine verhindert. Anders als ihr Name f�lschlicherweise angibt, kommt diese Hormon-Familie nicht nur in der Prostata, sondern im ganzen K�rper vor. Prostaglandine entstehen, wenn Gewebe verletzt wird und der Zellwandbaustein Arachidons�ure austritt. "Es ist, als ob der K�rper es nicht mag, da� Arachidons�ure frei umherschwimmt. Sie wird gleich in etwas anderes verwandelt", beschreibt Vane.
Die Gewebshormone wirken wie Alarmsignale bei Verletzungen und rufen Schmerzen, Fieber und Entz�ndungen hervor. Acetylsalicyls�ure unterdr�ckt ihre Entstehung, indem sie einen Helfershelfer angreift: Sie blockiert ein Enzym, das Arachidons�ure in Prostaglandin umwandelt. F�r diese lang ersehnte Erkl�rung wird Vane 1982 mit dem Nobelpreis belohnt.
Vorbeugen gegen Herzinfarkt und Schlaganfall
Dutzende von Arbeitsgruppen st�rzen sich daraufhin auf die Prostaglandine und finden heraus, da� der K�rper mit den allgegenw�rtigen Hormonen unter anderem das Erweitern und Verengen von Gef��en, das Zusammenziehen von Muskeln oder die Blutgerinnung regelt. Mit der letzten Erkenntnis setzt der zweite Fr�hling des Wirkstoffs ein. In den achtziger Jahren w�chst in den Laboratorien die Hoffnung, da� Acetylsalicyls�ure Blutgerinnsel verfl�ssigt. Die t�ckischen Klumpen verstopfen Gef��e und l�sen so Herzinfarkt und Schlaganfall aus.
1988 liefert die Harvard Universit�t in einer Studie mit 22 000 �rzten als Versuchskaninchen den �berzeugenden Beweis: Acetylsalicyls�ure verringert das Risiko eines Herzinfarktes um fast die H�lfte. Drei Jahre sp��ter belegt eine weitere Untersuchung, da� dirket nach einem Herzinfarkt eingenommen der Wirkstoff die Todesrate um fast ein Viertel senkt. Weltweit wird er heute zur Vorbeugung gegen Herzinfarkt und Schlaganfall geschluckt. Derzeit �berpr�fen die Wissenschaftler, ob sich die Ergebnisse auch auf den gr��eren Teil der Menscheheit �bertragen l��t: Die Harvard-Universit�t untersucht nun die Wirkung auf Frauen.
Dem Tausendsassa Acetylsalicyls�ure k�nnte in Zukunft sogar noch eine dritte Karriere bevorstehen, denn sie verhindert bei Versuchstieren Darmkrebs. Viele Wissenschaftler vermuten, da� Acetylsalicyls�ure dem Immunsystem auf die Spr�nge hilft und dadurch Tumore in Schach h�lt. Wiederum sind die Gewebshormone am Geschehen beteiligt. Professor Friedrich Marks untersucht ihre Rolle am Heidelberger Krebsforschungsinstitut und stellt fest: "Tatsache ist, da� im Darmkrebsgewebe ein �berh�hter Prostaglandin-Spiegel gemessen werden kann."
Marks vermutet, da� Prostaglandine auch auf direktem Wege Krebs wuchern lassen. Er studiert Haut-Geschwulste der Maus, die in mancher Hinsicht den Darmpolypen �hnlich sind und ebenfalls in b�sartige Gew�chse entarten k�nnen. Das Prostaglandinbildende Enzym, berichtet der Biochemiker, "kann krebserzeugende Substanzen chemisch so ver�ndern, da� sie das Erbmaterial der Zelle sch�digen. Dar�ber hinaus hat sich ein im K�rper entstehendes Abbauprodukt der Prostaglandine als eine erbgutsch�digende, krebserzeugende Substanz erwiesen."
Seine Arbeitsgruppe entdeckte, da� in verletzter oder chemisch gereizter Haut Prostaglandine auftauchen - normalerweise nur vor�bergehend. Bei Krebs laufe jedoch der Hormonaussto� auf hohen Touren weiter. Marks: "Es scheint, als ob die immer wieder ge�u�erte Vermuteung, da0 Tumore sich wie nicht heilende Wunden verhalten, hier eine �berraschende Best�tigung findet."
Neben Darmkrebs nehmen die Wissenschaftler auch Hautkrebs unter die Lupe. Die krebserregenden UV-B-Strahlen heizen ebenfalls die Bildung von Prostaglandinen an.
Ein Traum mit Pferdefu�
Mit Acetylsalicyls�ure l��t sich allerdings weder dem Krebs noch dem Ozon-Loch der Schrecken nehmen. Die praktizierenden �rzte warnen vor den Nebenwirkungen des schmerzstillenden Wirkstoffs. "Dazu geh�ren die Salzs�ureproduktion in der Magenschleimhaut und die Ausscheidung von Salzen und Wasser in den Nieren. Es kommt zu einer �berproduktion von Magens�ure, was zu Reizungen der Schleimhaut, Blutungen und Magengeschw�ren f�hren kann. Auch die Nierenfunktion kann beeintr�chtigt werden." Der Traum von "Acetylsalicyls�ure gegen Krebs" hat einen weiteren Pferdefu�. Sobald der Wirkstof abgesetzt wird, wuchern die Tumore erneut. Vor allem aber geh�ren die Schmerzmittel in die H�nde von �rzten. Professor Gunther Winde von der Universit�t M�nster warnt vor Selbstversuchen: "Eine allgemeine Krebsvorsorge - nach der Devise 'T�glich ein Aspirin' - mu� beim derzeitigen Stand des Wissens mit einem gro�en Fragezeichen versehen werden." Er gibt unumwunden zu, da� es f�r Otto Normalverbraucher eine andere, effektive und risikolose Vorbeugung gegen Darmkrebs gibt: eine fettarme Ern�hrung mit viel Obst und Gem�se.
Ulrike Roll
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Aluminium (Al) OZ 13
WIL S. 36f: "A. ist ein silbergl�nzendes, weiches, typisch leichtmetallisches chemisches Element. Seine leichte Verarbeitung (weich und dehnbar), die geringe Dichte (2,70), die gute thermische und elektrische Leitf�higkeit (etwa zwei Drittel der des Kupfers) sowie die gewaltigen Vorkommen (h�ufigstes Metall der Erdrinde, nach Sauerstoff und Silicium dritth�ufigstes Element der Erdrinde) machen A. zum bedeutendsten Nichteisenmetall. Es kommt in den Handel in Form von Pulver, Gries, Sp�nen, Folien, Blech oder Draht.
A. kommt wegen seines unedlen Charakters jedoch in der Natur nicht elementar, sondern nur an Sauerstoff gebunden vor. Diese Al-Oxide treten wiederum vielfach im Gemisch mit anderen Oxiden (Metalloxide und vor allem Siliciumoxid) auf, so vor allem in Feldsp�ten und Glimmern, sowie in deren Verwitterungsprodukten, den Tonen. Reines Al-Oxid findet sich als Korund in der Natur. Mit Spuren anderer Oxide dotierte Al-Oxid-Kristalle sind bekannte Edelsteine (Rubin, Saphir).
F�r die Al-Gewinnung am wichtigsten sind die Bauxite, die in vielen L�ndern in riesigen Mengen (vor allem in Australien), und die Gemische verschiedener Al-Oxidhydrate bzw. -Hydroxide darstellen.j Zur Al-Gewinnung aus Bauxit wird aus diesem zun�chst Al-Hydroxid nach dem Bayer-Verfahren hergestellt (das Bauxit wird mit Natronlauge in der Hitze behandelt, aus der entstehenden Na-Aluminat-L�sung wird, nach Abtrennung des als Rotschlamm anfallenden Eisenhydroxids, reines Al-Hydroxid ausgef�llt). Das Al-Hydroxid wird bei 1200 �C zum Al-Oxid gebrannt. Das Al-Oxid schlie�lich wird elektrolytisch zum Al reduziert:
Bauxit ==[NaOH]==> Al(OH)3 Al-Hydroxid ==1200 �C==> Al2O3 Al-Oxid ==Elektrolyse==> Al
[...]"
Nachweis: Bildung eines Hydroxid-Niederschlags, der sich in �bersch�ssigem Ammoniak nicht aufl�st (vgl. WIL S. 39)
pH-Wert von Al-Salzen: sauer (vgl. WIL S. 38)

kurz:
Aussehen: silbergl�nzendes, weiches, typisch leichtmetallisches chem. Element (vgl. WIL S. 36)
Wasserl�slichkeit: unl�slich
Schmp.: 660 �C, d = 2,70 (WIL S. 40)
L�slichkeiten: l�slich in verd. HCl, NaOH, Na2CO3-L�sung (alles unter Wasserstoffentwicklung), unl�slich in konz. HNO3 (vgl. BRE S. 93)
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Aluminiumammoniumsulfat
WIL S. 40: "Bildet farblose Kristalle, die sich in Wasser von 20 �C zu etwa 14 g/100 ml l�sen und auch in verd�nnten S�uren l�slich sind. A. ist unl�slich in Alkohol. Die w�ssrige L�sung reagiert sauer (ca. pH 3,5 bei 1 %).
A. f�llt aus beim Zusammengeben konzentrierter L�sungen von Aluminiumsulfat und Ammoniumsulfat.
Al2(SO4)3 + (NH4)2SO4 ==> 2 NH4Al(SO4)2 * 12 H2O
A. hat nur wenige, spezielle technische Anwendungen (Wasserbehandlung, Fotographie). Im Labor dient es als analytische Reagenz.
Schmp.: 93 �C, d = 1,64
ab 120 �C Kristallwasserabgabe
MG 453,33"

kurz:
Aussehen: farblose Kristalle (WIL S. 40)
Wasserl�slichkeit: 14 g/100 ml (WIL S. 40)
pH-Wert der w�ssr. Lsg.: sauer (ca. pH 3,5 bei 1 %) (WIL S. 40)
L�slichkeit in Ethanol: unl�slich
Schmp.: 93 �C, ab 120 �C Kristallwasserabgabe, d = 1,64 (WIL S. 40 f)
sonst. L�sungsm.: in verd. S�uren l�sl. (WIL S. 40)
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Aluminiumchlorid (wasserfrei)
WIL S. 41 f: "A. stellt im reinsten Zustand farblose, meist durch Spuren von Eisenchlorid jedoch gelbliche Kristalle dar, die �u�erst hygroskopisch sind und an feuchter Luft stark rauchen. A. reagiert sehr heftig mit Wasser, wobei eine L�sung des Aluminiumchlorid-Hexahydrats entsteht; aus dieser f�llt bald infolge von Hydrolyse gebildetes Aluminiumhydroxid aus. Durch Eindampfen der w�ssrigen L�sung kann wasserfreies A. nicht zur�ckerhalten werden, da hierbei die Hydrolyse beg�nstigt wird und Chlorwasserstoff entweicht unter Hinterlassung von Aluminiumhydroxid. In den w�ssrigen L�sungen k�nnen Hydroxid-Ausflockungen vermieden werden durch Zugabe �bersch�ssiger Salzs�ure. A. ist auch l�slich in Ethanol und Diethylether. Die Darstellung von wasserfreiem A. kann durch Erhitzen von Aluminium im trockenen Chlor- oder Chlorwasserstoffstrom erfolgen.
2Al + 3 Cl2 ==> 2 AlCl3
AlCl3 ==[H2O]==> [Al(H2O)6]Cl3
Im kristallinen Zustand bildet A. ein ionisches Schichtgitter, liegt also als Salz vor, welches elektrisch leitf�hig ist. In der Schmelze bilden sich jedoch spontan dimere A.-Molek�le, die den elektrischen Strom nicht mehr leiten [...].
A. ist eine starke Lewis-S�ure und bildet mit vielen organischen und anorganischen Basen (Elektronendonatoren) Addukte, worauf seine katalytische Wirkung in wichtigen organisch-pr�parativen Umsetzungen (Friedel-Crafts-Synthesen) und technischen Prozessen (Polymerisationen, Mineral�l-Crackung)beruht.
Schmp.: (unter Druck) 193 �C, d = 2,44
Bei Normaldruck Sublimation bei 183 �C
MG 133,34
R: 34
S: 7/8 - 28
Bes. Hinweis: A. ist �tzend und �u�erst schleimhautreizend."

kurz:
Aussehen: farblose, meist durch Spuren von Eisenchlorid gelbliche Kristalle, �u�erst hygroskopisch (WIL S. 41)
Wasserl�slichkeit: reagiert sehr heftig mit Wasser (WIL S. 40)
L�slichkeit in Ethanol: l�slich (WIL S. 41)
Schmp.: (unter Druck) 193 �C, bei Normaldruck Sublimation bei 183 �C d = 2,44 (WIL S. 42)
sonst. L�sungsm.: in Diethylether l�sl. (WIL S. 41)
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Aluminiumchlorid-Hexahydrat
WIL S. 42: "A. bildet farblose, sehr leicht zerflie�liche Kristalle. Es l�st sich sehr gut mit saurer Reaktion in Wasser. Die w�ssrige L�sung tr�bt sich bald durch Ausf�llungen von Aluminiumhydroxid (Hydrolyse), was jedoch durch Zugabe von �bersch�ssiger Salzs�ure vermieden werden kann.
A. wird erhalten aus Aluminium und Salzs�ure, wobei die beim Einengen aus der sauren L�sung ausfallenden Kristalle abgesaugt werden k�nnen (quantitativ f�llt A. beim Einleiten von HCl-Gas in die L�sung aus).
Al + 3 HCl ==H2O==> [Al(H2O)6]Cl3 + 3/2H2
A. findet Verwendung in der Wasseraufbereitung (Flockungsmittel) sowie in geringem Ausma� in Medizin und Kosmetik.
Schmp.: ab 100 �C Zersetzung, d = 2,40
(HCl-Abspaltung)
MG 241,43
R: 38
S: 28
Bes. Hinweis: A. ist hygroskopisch und hautreizend

kurz:
Aussehen: farblose, sehr leicht zerflie�liche Kristalle, hygroskopisch (WIL S. 42)
Wasserl�slichkeit: l�st sich sehr gut (WIL S. 42)
pH-Wert der w�ssr. Lsg.: sauer (WIL S. 42)
Schmp.: ab 100 �C Zersetzung (HCl-Abspaltung) d = 2,40 (WIL S. 42)
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Aluminiumkaliumsulfat
WIL S. 43: "Bildet farblose, durchsichtige und harte oktaederf�rmige Kristalle. Die L�slichkeit in Wasser steigt stark mit der Temperatur (bei 20 �C 120 g, bei 80 �C ca. 2 kg. pro Liter); ist unl�slich in Ethanol. Aus in der Hitze ges�ttigten w�ssrigen A.-L�sungen lassen sich pr�chtige zentimetergro�e Oktaeder z�chten. Die w�ssrige L�sung reagiert infolge Hydrolyse sauer.
Die technische Darstellung erfolgt durch Aufl�sung des aus Bauxit erhaltenen Aluminiumhydroxids in Schwefels�ure und Zugeben �quivalenter Menge Kaliumsulfat, wobei nach Erkalten A. ausf�llt.
Al2(SO4)3 + K2SO4 ==> 2 KAl(SO4)2
A. schmilzt bei ca. 100 �C im eigenen Kristallwasser. A. hatte fr�her Bedeutung in der Gerberei und der F�rberei, ist heute jedoch vom Aluminiumsulfat fast verdr�ngt worden. A.-Kristalle verwendet man als "Rasierstein" zur Blutstillung.
Schmp.: ca. 93 �C, d = 1,75
MG = 474,39"

kurz:
Aussehen: farblose, durchsichtige und harte oktaederf�rmige Kristalle (WIL S. 43)
Wasserl�slichkeit: 120 g/Liter bei 20 �C, 2 kg/Liter bei 80 �C (WIL S. 43)
pH-Wert der w�ssrigen L�sung: sauer (WIL S. 43)
L�slichkeit in Ethanol: unl�slich (WIL S. 43)
Schmp.: ca. 93 �C, d = 1,75 (WIL S. 43)
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Arrhenius-Base
MOR S. 282: "bildet in Wasser OH-(aq)-Ionen
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Arrhenius-S�ure
MOR S. 282: "bildet in Wasser H+(aq)-Ionen
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Br�nsted-Base
MOR S. 282: "Protonen-Akzeptor
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Br�nsted-S�ure
MOR S. 282: "Protonen-Donator
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Fluorid - Nachweise unter Ausnutzung der Bildung stabiler Fluorokomplexe von Metallen
BRE S. 44: "Aus einem Tropfen FeCl3-L�sung in einigen ml H2O und f�nf Tropfen NH4SCN-L�sung stellt man sich den Isothiocyanato-Komplex des Eisens her. Zu der verd�nnten, roten L�sung gibt man [z. B.] KF; es erfolgt weitgehende Entf�rbung.
�hnlich werden bei anderen Metallen, z. B. Aluminium, Titan und Zirconium die normalen Reaktionen der freien Kationen durch Komplexierung mit F--Ionen verhindert.
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Gibbs Phasenregel
F=K-P+2
F = Freiheitsgrade, K = Anzahl der Komponenten, P = Anzahl der Phasen; F = 0 => invarianter Punkt (sagt BRE)
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Korund
kompaktes Aluminiumoxid
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Lewiss�uren und Lewisbasen
JAN S. 65: "Nach Lewis ist eine S�ure ein Elektronenpaar-Akzeptor und eine Base ein Elektronenpaar-Donator."
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Lux-Flood S�ure-Basen-Theorie
Base: Oxid-Donor/Antibase: Oxid-Akzeptor (sagt BRE)
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Natriumdihydrogenphosphat - Verhalten beim Schmelzen
WIL S. 467: 2NaH2PO4 ==245 �C -H2O==> Na2H2P2O7 == >250 �C==> NanH2PnO3n+1 (Madrellsches Salz)
Beim Erhitzen von Hydrogenphosphaten tritt Kondensation zu Diphosphaten ein. Bei st�rkerem Erhitzen bildet sich das hochmolekulare "Madrellsche Salz", ein spiralig gewundenes kettenf�rmiges Polyphosphat. BRE S. 73: Es sind tetraedrische PO4-Einheiten �ber je zwei Ecken miteinander verbunden. Es k�nnen auch ringf�rmige Metaphosphate mit Anionen der exakten Zusammensetzung PnO3nn- (z. B. n = 3 oder 4) entstehen. Diese kondensierten Phosphate bilden mit vielen Metallionen l�sliche Komplexe ==> Wasserenth�rtung.
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Nitrit - Zerst�rung ohne Bildung von Nitrat
BRE S. 67: "Zu Nitrit-L�sung gibt man portionsweise feste Amidoschwefels�ure H2NSO3H, solange noch Gasentwicklung stattfindet. In der aufgekochten L�sung pr�ft man [...]" nach Nitrit wie folgt: "Nach Zugabe von Nitritl�sung zu FeSO4 in L�sung und nach Ans�uern [...]" muss die L�sung farblos bleiben. Ist noch Nitrit enthalten, f�rbt sich die L�sung braun.
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Oxalate - trockenes Erhitzen von festen Oxalaten (Thermolyse)
BRE S. 79: "Beim Erhitzen [...] disproportioniert Oxalat [...]. Den R�ckstand l�st man in Wasser, pr�ft den pH-Wert und s�uert mit HCl an. Beim thermischen Zerfall von Oxalat erh�lt man Carbonat:
C2O42- ==> CO32- + CO,
womit das [alkalische] Verhalten des R�ckstandes erkl�rt ist." CO kann man mit Iodat(V)/H2SO4 nachweisen. Das Carbonat wird durch Zugabe von HCl und Einleiten des entstehenden CO2 in Ba(OH)2 nachgewiesen.
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Ostwaldsches Verd�nnungsgesetz
HOL S. 194: "Dissoziationsgrad a (alpha) und Dissoziationskonstante Kc h�ngen bei einem in zwei Ionen zerfallenden ("bin�ren") Elektrolyten durch die Gleichung
a2/(1-a) = Kc*V
("Ostwaldsches Verd�nnungsgesetz") zusammen, worin V das Volumen in Litern darstellt, in dem 1 mol des Elektrolyten gel�st ist. [...] Bei sehr kleinen a geht [...] [die Gleichung] in die vereinfachte Beziehung a2 = Kc * V �ber, da dann im Nenner a gegen�ber 1 vernachl�ssigt werden kann. Gem�� dieser Beziehung nimmt der Dissoziationsgrad a mit steigender Verd�nnung (wachsendem V) zu."
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Pearsons S�ure-Basen-Theorie
Die H�rte einer S�ure nimmt mit abnehmender Gr��e, kleinerer Polarisierbarkeit und zunehmender Ladung der S�ureteilchen zu.
Harte S�urenWeiche S�uren
H+, Li+, Na+, K+, Be2+, Mg2+, Ca2+, Al3+, Si4+, Fe3+, Cr3+, Ti4+, BF3, SO2Pd2+, Pt2+, Cu+, Ag+, Au+, Zn2+, Cd2+, Hg2+
�berg�nge
Fe2+, Co2+, Ni2+, Cu2+, Pb2+
Basen sind umso h�rter, je kleiner, weniger polarisierbar und schwerer oxidierbar die Basenteilchen sind.
Harte BasenWeiche Basen
F-, OH-, Cl-, ClO4-, SO42-, NO3-, PO43-, CO32-, H2O, NH3S2-, I-, CN-, SCN-, H-, CO

Verbindungen von hart und hart, bzw. weich und weich sind besonders stabil.
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trimorpher Stoff
Stoff mit drei bekannte Kristallstrukturen
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XTC (Ecstasy, MDMA)
aus: Faltblatt von MUDRA Drogenhilfe, N�rnberg, Jugendamt, Infotelefon: (09 11) 24 13 85
"WAS IST XTC/Ecstasy/MDMA - Informationen f�r Eltern - Angeh�rige - Multiplikatoren
In den Medien wird seit einiger Zeit reichlich �ber XTC gesprochen, Horrormeldungen wechseln sich ab mit Diskussionsbeitr�gen und die Informationen sind sehr unterschiedlich. Mit dieser Brosch�re wollen wir die Geschichte von XTC kurz beleuchten, Infos zur Klassifikation und Wirkungsweise geben, Gefahrenmomente aufzeigen. Diese Brosch�re wird keine ausreichende Antwort auf die Frage geben k�nnen "was sollen wir tun, wenn wir vom Konsum erfahren?", da XTC von den unterschiedlichsten Leuten aus unterschiedlichsten Gr�nden in unterschiedlicher Intensit�t konsumiert wird.

WAS IST XTC?
XTC ist der Szenename f�r eine synthetische Droge, deren chemische Formel 3,4 Methylen-Dioxy-N-Methylamphetamin (MDMA) ist.[...] Die Muttersubstanz von MDMA ist MDA (ein Amphetaminderivat), dem es in seiner chemischen Struktur �hnelt, nicht aber in der Wirkung (MDA wird zu den Halluzinogenen gerechnet). Aufgrund seiner besonderen Eigenschaften, (leicht aufputschend, leicht halluzinogen) wird MDMA aber auch einer neuen Gruppe von Drogen zugeordnet, den sog. ENTAKTOGENEN. MDMA ist chemisch als reine Substanz zu verstehen (also keine Mischung zwischen Ammphetaminen und Halluzinogenen).

GESCHICHTE
Obwohl XTC keine Designerdroge im klassischen Sinn ist, wird es oft unter Designerdrogen aufgef�hrt. Unter Designerdrogen versteht man Drogen, deren psychoaktive Wirkung einer bekannten Droge gleicht, deren Molekularstruktur aber ver�ndert wurde, um das Bet�ubungsmittelgesetz (BtmG) zu umgehen. MDMA wurde aber bereits 1914 synthetisiert und von der Firma Merck patentiert. MDMA wurde - als Appetitz�gler gedacht - nie vermarktet, da es seltsame Nebenwirkungen zeigte. Es geriet in Vergessenheit, bis es 1965 von dem amerikanischen Biochemiker Alexander Shulgin wiederentdeckt wurde. Shulgin testete MDMA, aufgrund seiner Wirkung breitete es sich unter PsychotherapeutInnen aus und wurde in der Psychotherapie verwendet. Dar�berhinaus wurde es in den 80er Jahren zunehmend in USamerikanischen StudentInnenkreisen unter dem Namen XTC konsumiert und war bis dato legal erh�ltlich. Dies sollte sich Mitte der 80er Jahre �ndern. In den USA wurde MDMA 1985 vorl�ufig in Kategorie 1 der Bet�ubungsmittel (nicht verkehrs- und nicht verschreibungsf�hig) eingestuft. Aufgrund des Vetos einiger �rzte gegen diese Einstufung wurde eine Kommission gebildet, die MDMA auf seine Gef�hrlichkeit untersuchen sollte. Entgegen der Empfehlung des vorsitzenden Richters der Komission, MDMA in die Kategorie 3 (verkehrs- und verschreibungsf�hige Bet�ubungsmittel) aufzunehmen, beharrte die amerikanische Drogenbeh�rde DEA auf ihrer Einstufung. MDMA wurde wenig sp�ter international in die Liste der gef�hrlichsten Drogen aufgenommen.
In der Schweiz haben einige �rzte eine Sonderbewilligung erlangt, um im Rahmen einer Psychotherapie unter bestimmten Richtlinien MDMA anzuwenden.
Trotz des Verbots breitete sich XTC auch in Europa aus. �ber die Ferieninsel Ibiza hielt es Einzug in England, Holland und Deutschland. Aufgrund seiner (beschriebenen) Wirkung ist es beliebt auf Tanzparties, Raves und in bestimmten Clubs.

WIRKUNG
Grunds�tzlich h�ngt die Wirkung von der k�rperlichen und seelischen Verfassung der KonsumentInnen ab. XTC beginnt nach etwa 20 bis 60 Minuten zu wirken. Das MDMA-Molek�l hat chemische Verwandtschaft/�hnlichkeit mit
* Amphetamin/dem k�rpereigenen Adrenalin
* dem Halluzinogen Meskalin des Peyote Kaktus.
Daraus ergibt sich zum einen die adrenerge Wirkung (leistungssteigernd, stimulierend), zum anderen bewirkt MDMA u. a. die Aussch�ttung von Serotonin, einem Neurotransmitter, der zust�ndig ist f�r den Schlaf-/Wachrhythmus sowie f�r Stimmungen, wodurch die psychoaktive Wirkung zu erkl�ren ist. MDMA bewirkt also eine allgemeine Steigerung der Leistungsf�higkeit des Organismus, die einhergeht mit Blutdrucksteigerung, Pupillenerweiterung, Steigerung der Herzfrequenz, Drosselung der Darmt�tigkeit. Anf�ngliche Symptome sind Schwitzen, schwaches Prickeln, Schwindel, Starre in Armen und Beinen, trockener Mund. Ein Gef�hl der Atemnot und Beklemmung ist ebenfalls m�glich. Dar�berhinaus beginnt man alles intensiver zu empfinden und f�hlt sich weniger gehemmt. XTC stimuliert das Innenleben, �ffnet das "Innerste", der Zugang zu anderen f�llt leichter, �ngste oder Barrieren k�nnen wegfallen. Man hat das Gef�hl, sich frei bewegen und ausdr�cken zu k�nnen. Schmerzempfindlichkeit und Appetit nehmen ab, das Ber�hrungsempfinden nimmt zu. Die Gesamtheit der Empfindungen wird oft mit dem Gef�hl der "Verliebtheit" verglichen. In einer Dosierung von bis zu 100 mg hat MDMA also eine leicht aufputschende und leicht tranceartige Wirkung. Dieser Zustand h�lt etwa 4 bis 6 Stunden an und schw�cht sich dann ab. Danach kann man sich m�de und abgespannt f�hlen.
MDMA hat eine Halbwertszeit von 6 bis 8 Stunden, d. h. inn